10 Tipps für den Urlaub mit Hund

Viele Menschen wollen im Urlaub nicht auf ihren geliebten Hund verzichten. Sie berücksichtigen ihren Vierbeiner bei der Auswahl des Reiseziels.

10 Tipps für den Urlaub mit Hund

Reiseveranstalter, Hotels und Vermietungen für Ferienhäuser und -wohnungen haben diesen Trend erkannt. Klären Sie durch einen kurzen Anruf, wie hundefreundlich das Hotel wirklich ist. Wenn Ihr Hund am besten auf dem Zimmer bleibt und in der Anlage nichts zu suchen hat, trägt das wenig zu Ihrem gewünschten Urlaubsfeeling bei. Auslandsreisen mit Hund sind keine Seltenheit mehr. Damit der Urlaub für Mensch und Tier die gewünschte Entspannung bringt, gib es ein paar nützliche Tipps zu beachten.

1. Wohin soll die Reise gehen? - Auslandsreisebestimmungen

Wenn der Urlaub kein Trip zur Ostsee (z.B. nach Lübeck) oder in die Berge zum Wandern mit Hund wird, sondern die Reise in das Ausland geht, sollte man sich als erstes über die jeweiligen Einreisebestimmungen für den Hund informieren. Lassen Sie sich nicht zu viel Zeit, einige Länder fordern nicht nur eine gültige Tollwutimpfung, sondern z.B. auch eine Untersuchung des aktuellen Tollwut-Titers. Solche Labortests können mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die sicherste Quelle für die Einreisebestimmungen mit Hund ist das Konsulat des jeweiligen Landes. Scheuen Sie sich nicht dort anzurufen. Die Mitarbeiter geben in der Regel gerne Auskunft und Sie bekommen die neuesten Änderungen mit. Ansonsten können Ihnen die Websites der Konsulate weiterhelfen, oder sie lassen sich gleich von Ihrem Tierarzt beraten. Der Tierarzt kann Ihnen außerdem Auskunft zu eventuell nötigen Impfungen oder Antiparasitika geben.

2. Reisepass für den Hund? - Der gültige EU-Heimtierausweis muss mit!

Ähnlich wichtig, wie unser Reisepass oder Personalausweis, ist der EU-Heimtierausweis für Ihren Hund. Darin enthalten ist seine Identifikations-Nummer. Gängig ist die Mikrochip Nummer des Hundes. Auch Ohrnummern, also Tätowierungen sind möglich. Suchen Sie rechtzeitig vor Urlaubsbeginn Ihren Tierarzt auf, damit er kontrolliert ob der Ausweis auf dem neuesten Stand ist, und korrekt ausgefüllt wurde. So lassen sich unnötige Schwierigkeiten bei einer Überprüfung vermeiden. Denn wer kennt das nicht: Impftermin beim Tierarzt und man hat den Pass vergessen. Das tragen wir später nach! - Heißt es dann. Meist bei der nächsten fälligen Impfung. Wurmkuren sollten in den Impfpass mit eingetragen werden, eine Behandlung gegen Bandwürmer vor der Einreise ist in einigen Ländern Pflicht.

3. TASSO kann Leben retten – Lassen Sie Ihren Hund registrieren

Die Reise zum Urlaubsort ist für alle mit einem gewissen Stress verbunden, besonders für Ihren Hund. Lange Autofahrten, stressige Stunden im Flugzeug oder eine Bahnfahrt mit mehrfachem Umsteigen. Egal wie Sie Ihre Reise planen, es wird Gelegenheiten geben wo es zum schlimmsten Ereignis kommen kann: der Hund ist weg! Wenn Sie einige Kilometer vom Heimatort entfernt sind (oder im Ausland), ist die Angst groß, den Ausreißer nicht zurück zu bekommen. Eine Registrierung des Hundes bei TASSO vergrößert die Chance auf ein Happy End beträchtlich! Wenn jemand Ihren Hund findet, und in ein Tierheim, zu einem Tierarzt, der Polizei oder einer anderen Behörde bringt, wird als erstes kontrolliert, ob der Hund Gechipt oder Tätowiert ist. Die Nummer wird bei TASSO abgeglichen!

TASSO ist ein gemeinnütziger Verein, der seit über 30 Jahren auf die Registrierung und Rückvermittlung entlaufener Tiere spezialisiert ist. TASSO hilft Europaweit! Und der Erfolg gibt Ihnen recht, ca. alle 10 Minuten wird ein vermisstes Tier über TASSO zurück vermittelt. Die Registrierung ist kostenlos. Viele Tierärzte bieten diesen Service an, oder Sie registrieren Ihr Tier online. So oder so bestimmen Sie, welche Daten an TASSO weitergegeben werden, bzw. wie Finder in Kontakt treten können. Entweder der Finder bekommt von TASSO Ihre Kontaktdaten und kann sich direkt melden, oder TASSO meldet sich bei Ihnen und stellt die Verbindung her. Bitte denken Sie daran Ihre Daten (Adresse, Telefonnummer) bei TASSO aktuell zu halten. (z.B. einfaches Webformular)

4. Auslandskrankheiten – Mögliche Risiken und Prophylaxe für den Hund

Andere Länder – andere Krankheiten. Wenn Sie ihr Reiseziel ausgesucht haben, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über eventuelle Krankheitsrisiken für den Hund. In südlichen Ländern spielen die sogenannten Mittelmeerkrankheiten eine große Rolle. Leishmaniose, Ehrlichiose, Anaplasmose und Babesiose sind gefährliche Erkrankungen und werden durch einen scheinbar harmlosen Mückenstich oder einen Zeckenbiss übertragen. Ein prophylaktischer Schutz hilft die Gefahr einer Ansteckung zu verringern. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt informieren, welche Präparate im Urlaub mit Ihrem Hund sinnvoll sind, und wie sie angewendet werden. Ist Ihr Hund eine Wasserratte? Dann kann ein Antiparasiten Halsband wirkungsvoller, als ein Spot on Präparat sein. Herzwürmer sind in den südlichen Ländern verbreitet. Ein Befall mit Herzwürmern wird oft erst bemerkt, wenn schlimme Schäden entstanden sind. Gegen den Herzwurm gibt es prophylaktische Medikamente. Sie sollten noch bis zu 3 Monate nach dem Urlaub verabreicht werden, um eine Ansteckung auszuschließen.

Wenn Sie eher nach Osteuropa tendieren, achten Sie auf einen sicheren Impfschutz gegen Staupe. Die zum Teil tödliche Krankheit gilt bei uns als ausgerottet, ist in Osteuropa bei Füchsen, Mardern und Marderhunden verbreitet. Auch viele Streuner können dieses Infektion übertragen.

5. Reiseapotheke

Denken Sie daran für Ihren Hund eine kleine Reiseapotheke mit in den Urlaub zu nehmen. Neben den vom Tierarzt empfohlenen Mitteln zur Parasitenprophylaxe sind diese Dinge sinnvoll:

  • 1 Set Verbandsmaterial (denken Sie an eine Schere)

  • Kühl/ Wärmekompressen

  • Wundspray oder Wundsalbe

  • Hautdesinfektion für Wunden

  • Pinzette

  • Durchfallpräparat, Mittel gegen Reisekrankheit (bitte beides beim Tierarzt holen)

  • Zeckenlasso (z.B. von der Firma SILVA e.K.)

6. Futter von Zuhause

Viele Hunde haben Probleme mit Futterumstellung. Damit die ersten Urlaubstage nicht von Durchfall und Erbrechen gestört werden, nehmen Sie das gewohnte Futter mit. Stellen Sie das Futter am Urlaubsort dann langsam um.

7. Schlafplatz

Wie wir haben Hunde ein lieblings- Kissen/Decke. Es gibt Ihrem Hund Sicherheit und ein gutes Gefühl, wenn Sie seinen Schlafplatz mitnehmen können. Die Eingewöhnung z.B. im Hotel wird damit schneller gehen.

8. Spielzeug

Vertrautes Spielzeug schafft eine heimelige Atmosphäre.

9. Gassi gehen

Am besten informieren Sie sich im Vorfeld über die regionalen Vorschriften zu diesem Thema. Wo darf ich Gassi gehen? Gibt es spezielle Hundeparks- oder strände? Darf ich meinen Hund von der Leine lassen? Andere Länder, andere Sitten. Ein Vergehen gegen die örtlichen Vorschriften wird gerne mit einem saftigen Bußgeld geahndet.

10. Entspannt bleiben, dann ist auch der Hund entspannt!

Zu guter Letzt, genießen Sie den Urlaub mit Hund! Wenn Sie alles sorgfältig geplant haben, kann nichts mehr schief gehen. Solange Sie einen entspannten Eindruck vermitteln, wird Ihr Hund alles viel gelassener nehmen. Halten Sie an den kleinen Ritualen des Alltags fest (z.B. ein bestimmtes Spiel oder Leckerchen). Das gibt dem Hund Sicherheit und schafft Beständigkeit, wenn alles um ihn herum neu ist.

Viel Spaß für Ihren Urlaub mit Hund wünscht das Baltic Hotel Lübeck.

Und natürlich würden wir uns freuen, wenn Sie Ihren Urlaub bei uns im Hotel, in der schönen Hansestadt Lübeck verbringen. Unser Hotel ist hunde- und familienfreundlich. Egal ob für eine Übernachtung in Lübeck oder für einen längeren Aufenthalt.

Checkbox:

  1. Wo ist mein Urlaubsziel, und darf mein Hund in dieses Land einreisen?
  2. Wie ist das Wetter am Urlaubsort zu meiner Reisezeit? Ist meinem Hund das zumutbar?
  3. Wie möchte ich am Urlaubsort Wohnen? Ist meine Unterkunft hundefreundlich, bzw. sind Hunde erwünscht?
  4. Wie komme ich an mein Urlaubsziel? Ist die Reise für meinen Hund möglich?
  5. Welche regionalen Vorschriften gibt es für meinen Hund und mich?
  6. Wie will ich meine Zeit im Urlaub verbringen? Sollte ich mich nach einer Betreuung vor Ort erkundigen?